Archiv für den Monat: März 2014

Wählen ist einfacher als Sie glauben

wahl

  • Jede Bürgerin, jeder Bürger unserer Stadt hat 26 Stimmen. Werden mehr als 26 Stimmen abgege­ben, ist der Stimmzet­tel ungültig.
  • Sie können den BewerberInnen jeweils bis zu drei Stimmen geben (kumulie­ren).
  • Sie können auf dem abzugebenden Stimmzettel Bewer­ber­Innen aus ande­ren Wahlvorschlägen übernehmen (pana­schie­ren).
  • Wenn Ihnen das alles zu kompliziert ist: Nehmen Sie einfach den Stimm­zettel der Freien Grünen Liste und stecken ihn in den Wahlumschlag. Bei Abgabe eines unveränderten Stimm­zettels erhalten alle unsere Bewer­berInnen jeweils eine Stimme.

Waltraut Fuchs

Waltraut Fuchs

53 Jahre, Stadtplanerin

„Wir brauchen nachhaltige Stadtentwicklung und Baukultur mit hoher Qualität“

Zentrale Aufgabe einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist die Innenentwicklung. Sie muss den vielfältigen Anforderungen unserer Gesellschaft und dem demografischen Wandel Rechnung tragen! Besonders in der Gestaltung öffentlicher Freiräume.
Stadtplanung in Radolfzell erfordert hohe Berücksichtigung der direkten Lage am Bodensee und unseres Kleinods, der Altstadt. Wir brauchen eine gute Baukultur, einen sensibleren Umgang mit der Bausubstanz und eine maßvolle Stadtplanung.
Das Seeufer bedarf einer naturverträglichen Gestaltung der Uferzone. Im Herzengebiet müssen die Flächen beim Aachried unbedingt von einer weiteren Bebauung freigehalten werden.

Siegfried Lehmann

Siegfried Lehmann

59 Jahre, Landtagsabgeordneter

„Für eine vorausschauende Finanzpolitik, die schon bei der Planung die Kosten fest im Blick hat“

Im Zentrum der städtischen Finanz- und Wirtschaftspolitik muss der Gedanke der Nachhaltigkeit stehen. Wir wollen so haushalten, dass den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft bleibt. Oberste Ziele sind die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Entlastung der Umwelt durch die Förderung ökologischer Wirtschaftsweisen.
Die städtische Haushaltslage wird in den nächsten Jahren zusehends schwieriger werden. Daher ist notwendig, die Ausgaben stärker unter den Gesichtspunkte zu betrachten: Welche Qualität hat die erbrachte Dienstleistung für die BürgerInnen und wie wirtschaftlich ist sie? Eine vorausschauende Finanzpolitik, die bei Planungen die Folgekosten fest im Blick hat, ist unabdingbar geworden.

Gisela Kögel-Hensen

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66 Jahre, Touristik-Dozentin

Wir und unsere Gäste schätzen die Lebensqualität bei uns am See – das Naturerlebnis Radolfzell mit all seinen Facetten. Der Tourismus ist dabei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Er stärkt Einzelhandel und Infrastruktur, erhöht den Freizeitwert und sichert Arbeitsplätze. Die Mettnau-Kur, eine wichtige Säule im Bereich Gesundheit, muss zukunftsorientiert ausgerichtet werden.
Der Trend zu nachhaltigem und sanften Tourismus passt sehr gut zu unseren Schwerpunkten. Wichtig ist, die Marke „Radolfzell am Bodensee“ besser zu etablieren und mit allen vorhandenen Ressourcen zu bewerben. Es fehlt an attraktiven Angeboten, Service- und Aufenthaltsqualität (z.B. Sauberkeit) müssen verbessert werden. Lassen Sie uns gemeinsam am Image „Wohlfühlstadt Radolfzell am Bodensee“ arbeiten.

Thilo Sindlinger

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53 Jahre, Dipl. Biologe

“Langfristige und naturverträgliche Gewerbeentwicklung, um der Abwanderung von Betrieben entgegenzuwirken”

Die Stadt kann ausreichend große, seeferne und finanzierbare Gewerbeflächen realisieren. Nordöstlich von Böhringen entlang der Steißlinger Straße ist dies möglich. Im Gegenzug muss der Grüngürtel vom Aachried über das Böhringer Wäldchen bis zum Reuteried erhalten und naturnaher gestaltet werden.
Die Fußgängerzone kann stimmungsvoll leuchten. Bereits vor Jahren wurde ein professioneller Beleuchtungsplan für die Altstadt erstellt. Es blieb bei der Münsterbeleuchtung. Ich setze mich dafür ein, dass dieser Plan, in der Seestraße beginnend, realisiert wird. Wichtig ist, die Altstadt fühlbar aufzuwerten.

Daniela Löchle

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45 Jahre, Bilanzbuchhalterin

Die aktive, frühzeitige Beteiligung von Bürgern an Planungsprozessen vermeidet Fehleinschätzungen oder falsche Vorstellungen bei Einwohnern und Entscheidern. Offen gestaltete Verwaltungsabläufe und finanziell festgelegte Rahmenbedingungen fördern die Akzeptanz von Beschlüssen.
Gute Kinderbetreuung und frühe Förderung für alle Kinder gehören zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben. Um eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten sind ausreichende Möglichkeiten der Kinderbetreuung unverzichtbar. Für uns sind bedarfsgerechte Betreuungsmöglichkeiten, gute Qualität und Trägervielfalt in den Ortsteilen genauso wichtig wie in der Kernstadt. Die Kinder sollen in ihrem sozialen Umfeld mit vertrauten Personen aufwachsen können.

Franz Böck-Roth

Franz Böck-Roth

70 Jahre, Studienberater i.R.

„Für viel aktivierende Bürgerbeteiligung und große öffentliche Transparenz in allen Feldern der künftigen Stadtentwicklungsplanung“

Eine mutige Erprobung unterschiedlicher aktivierender Bürgerbeteiligungsinstrumente und -verfahren, die von professionellen Moderatoren begleitet werden, ist uns besonders wichtig.
Ich möchte mich dafür einsetzen, dass eine große öffentliche Transparenz und ernste Beteiligungsverfahren bei Planungen und Planungsentscheidungen für die städtischen Planer, die Verwaltung sowie dem Gemeinderat selbstverständlich werden. Entscheidungen müssen bürgernah und nachvollziehbar sein. Das Spektrum zur Information des Bürgers muss erweitert und verbessert werden.

Beate Giesinger

Beate Giesinger

48 Jahre, Rettungsassistentin

„Radolfzell braucht eine Gemeinschaftsschule – und die Zentren der Ortsteile mehr Lebensqualität“

Kinder und Eltern sollen den schulischen Bildungsweg gehen können, den sie sich wünschen. Dazu gehört, dass auch in Radolfzell eine Gemeinschaftsschule geschaffen wird.
Es ist wichtig den Charakter der Ortsteile zu bewahren und diese gleichzeitig so zu verändern, dass notwendige Infrastruktur erhalten bleibt, aber auch den neuen Gegebenheiten angepasst wird. Dazu braucht es fundierte Dorfentwicklungspläne. Über 50% des Verkehrs der Hauptstraßen von Böhringen und Markelfingen ist Durchgangsverkehr. Das muss anders werden, wenn die Ortszentren lebenswert werden sollen.
Auf Radolfzeller Gemarkung dürfen keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden. In öffentlichen Einrichtungen und bei Veranstaltungen der Stadt sind vorrangig regionale Lebensmittel anzubieten.

Andreas Heide

Andreas Heide

54 Jahre, Softwareentwickler

„Für eine nachhaltige Entwicklung und ein integrales Mobilitätskonzept“

Wir setzen uns für die zügige Umsetzung einer nachhaltigen Energiewende sowie für eine deutliche Senkung des CO2-Ausstosses ein. Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 den Energieverbrauch auf 2000 Watt Dauerleistung pro Einwohner zu reduzieren und den Energiebedarf zu drei Vierteln aus erneuerbaren Energiequellen zu decken.
Für die Stadt brauchen wir dringend ein Mobilitätskonzept, das PKW und Stadtbus, Radfahrer und Fußgänger gemeinsam und gleichberechtigt berücksichtigt. Wir setzten uns für die Einrichtung eines Anrufsammeltaxis ein, damit alle Ortsteile auch nachts erreichbar werden. Das Seehäsle muss einen neuen Halt Nordstadt/Altbohl erhalten und der bereits geplante Halt Herzen/Weststadt sollte noch vor 2019 realisiert werden.

Ramiro da Silva

Ramiro da Silva

47 Jahre, Architekt

„Integration ist nicht Homogenität . . .“

Integration führt zu Ausgewogenheit, zu Harmonie und zum Zusammenhalt in den sozialen Beziehungen der Menschen einer Gesellschaft, einer Stadt – aber nie zu Homogenität! Integration braucht Differenzierung als Prinzip.
Eine richtige Integrationspolitik nivelliert nicht die Unterschiede der Menschen, sondern fördert durch Information die Beziehungen in der Gesellschaft. Integration lässt sich nicht nur auf ein kurzweiliges Fest reduzieren, sondern muss als umfassende politische Aufgabe verstanden werden. Ausdruck einer soliden Integrationspolitik ist die Förderung von Schulen und Vereinen als Fundamente der gemeinsamen Begegnung. Integration ist gemeinsames Erleben!