Kategorie-Archiv: Kommunalwahl 2014

Original-Presseerklärung der FGL Radolfzell vom 15.05.2014

Wunsch statt Wirklichkeit und Nebel statt klarer Sicht

Mit einer gemeinsamen Erklärung zur Seetorquerung versuchen die Gemeinderatsfraktionen von CDU, Freien Wählern, SPD und FDP die Finanzierungsprobleme der geplanten neuen Bahnhofsunterführung weg zu reden und sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Mit Verwunderung hat die Gemeinderatsfraktion der Freien Grünen Liste die gemeinsame Erklärung von Jürgen Keck (FDP), Kurt-Christian Tennstädt (Freie Wähler), Norbert Lumbe (SPD) und Helmut Villinger (CDU) zur geplanten Seetorquerung zur Kenntnis genommen, die diese für die Gesamtheit ihrer Gemeinderatsfraktionen in der vergangen Woche abgegeben haben. Weiterlesen

„Wofür stehen die Parteien in Radolfzell“

5 Fragen des Südkurier an die FGL und unsere Antworten, veröffentlicht in der Ausgabe am Samstag, 17. Mai 2014:

Das Jahrhundertprojekt: Welche Position vertreten die FGL-Kandidaten bei der Diskussion um die Seetorquerung?

Wir setzen uns nach wie vor für die schnelle Realisierung einer attraktiven und funktionsfähigen Seetorquerung ein. Aufgrund der Kostenexplosion und der großen Planungsmängel bei der bisher favorisierten Planungsvariante ist es zwingend erforderlich, dass zügig ein städtebaulicher Planungswettbewerb für eine attraktive, funktionsgerechte, barrierefreie und finanzierbare Neugestaltung der bestehenden Seetorquerung ausgeschrieben wird.
Die Fördermittel des Landes stehen natürlich auch für eine geänderte Planung zur Verfügung. Darüber hinaus muss die Schaffung einer attraktiven Seeuferpromenade endlich wieder in den Mittelpunkt gestellt werden. Weiterlesen

Wählen ist einfacher als Sie glauben

wahl

  • Jede Bürgerin, jeder Bürger unserer Stadt hat 26 Stimmen. Werden mehr als 26 Stimmen abgege­ben, ist der Stimmzet­tel ungültig.
  • Sie können den BewerberInnen jeweils bis zu drei Stimmen geben (kumulie­ren).
  • Sie können auf dem abzugebenden Stimmzettel Bewer­ber­Innen aus ande­ren Wahlvorschlägen übernehmen (pana­schie­ren).
  • Wenn Ihnen das alles zu kompliziert ist: Nehmen Sie einfach den Stimm­zettel der Freien Grünen Liste und stecken ihn in den Wahlumschlag. Bei Abgabe eines unveränderten Stimm­zettels erhalten alle unsere Bewer­berInnen jeweils eine Stimme.

Waltraut Fuchs

Waltraut Fuchs

53 Jahre, Stadtplanerin

„Wir brauchen nachhaltige Stadtentwicklung und Baukultur mit hoher Qualität“

Zentrale Aufgabe einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist die Innenentwicklung. Sie muss den vielfältigen Anforderungen unserer Gesellschaft und dem demografischen Wandel Rechnung tragen! Besonders in der Gestaltung öffentlicher Freiräume.
Stadtplanung in Radolfzell erfordert hohe Berücksichtigung der direkten Lage am Bodensee und unseres Kleinods, der Altstadt. Wir brauchen eine gute Baukultur, einen sensibleren Umgang mit der Bausubstanz und eine maßvolle Stadtplanung.
Das Seeufer bedarf einer naturverträglichen Gestaltung der Uferzone. Im Herzengebiet müssen die Flächen beim Aachried unbedingt von einer weiteren Bebauung freigehalten werden.

Siegfried Lehmann

Siegfried Lehmann

59 Jahre, Landtagsabgeordneter

„Für eine vorausschauende Finanzpolitik, die schon bei der Planung die Kosten fest im Blick hat“

Im Zentrum der städtischen Finanz- und Wirtschaftspolitik muss der Gedanke der Nachhaltigkeit stehen. Wir wollen so haushalten, dass den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft bleibt. Oberste Ziele sind die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Entlastung der Umwelt durch die Förderung ökologischer Wirtschaftsweisen.
Die städtische Haushaltslage wird in den nächsten Jahren zusehends schwieriger werden. Daher ist notwendig, die Ausgaben stärker unter den Gesichtspunkte zu betrachten: Welche Qualität hat die erbrachte Dienstleistung für die BürgerInnen und wie wirtschaftlich ist sie? Eine vorausschauende Finanzpolitik, die bei Planungen die Folgekosten fest im Blick hat, ist unabdingbar geworden.

Gisela Kögel-Hensen

03_Gisela_Kögel-Hensen

66 Jahre, Touristik-Dozentin

Wir und unsere Gäste schätzen die Lebensqualität bei uns am See – das Naturerlebnis Radolfzell mit all seinen Facetten. Der Tourismus ist dabei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Er stärkt Einzelhandel und Infrastruktur, erhöht den Freizeitwert und sichert Arbeitsplätze. Die Mettnau-Kur, eine wichtige Säule im Bereich Gesundheit, muss zukunftsorientiert ausgerichtet werden.
Der Trend zu nachhaltigem und sanften Tourismus passt sehr gut zu unseren Schwerpunkten. Wichtig ist, die Marke „Radolfzell am Bodensee“ besser zu etablieren und mit allen vorhandenen Ressourcen zu bewerben. Es fehlt an attraktiven Angeboten, Service- und Aufenthaltsqualität (z.B. Sauberkeit) müssen verbessert werden. Lassen Sie uns gemeinsam am Image „Wohlfühlstadt Radolfzell am Bodensee“ arbeiten.

Thilo Sindlinger

04_Thilo_Sindlinger (2)

53 Jahre, Dipl. Biologe

“Langfristige und naturverträgliche Gewerbeentwicklung, um der Abwanderung von Betrieben entgegenzuwirken”

Die Stadt kann ausreichend große, seeferne und finanzierbare Gewerbeflächen realisieren. Nordöstlich von Böhringen entlang der Steißlinger Straße ist dies möglich. Im Gegenzug muss der Grüngürtel vom Aachried über das Böhringer Wäldchen bis zum Reuteried erhalten und naturnaher gestaltet werden.
Die Fußgängerzone kann stimmungsvoll leuchten. Bereits vor Jahren wurde ein professioneller Beleuchtungsplan für die Altstadt erstellt. Es blieb bei der Münsterbeleuchtung. Ich setze mich dafür ein, dass dieser Plan, in der Seestraße beginnend, realisiert wird. Wichtig ist, die Altstadt fühlbar aufzuwerten.

Daniela Löchle

05_Daniela_Löchle (2)

45 Jahre, Bilanzbuchhalterin

Die aktive, frühzeitige Beteiligung von Bürgern an Planungsprozessen vermeidet Fehleinschätzungen oder falsche Vorstellungen bei Einwohnern und Entscheidern. Offen gestaltete Verwaltungsabläufe und finanziell festgelegte Rahmenbedingungen fördern die Akzeptanz von Beschlüssen.
Gute Kinderbetreuung und frühe Förderung für alle Kinder gehören zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben. Um eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten sind ausreichende Möglichkeiten der Kinderbetreuung unverzichtbar. Für uns sind bedarfsgerechte Betreuungsmöglichkeiten, gute Qualität und Trägervielfalt in den Ortsteilen genauso wichtig wie in der Kernstadt. Die Kinder sollen in ihrem sozialen Umfeld mit vertrauten Personen aufwachsen können.

Franz Böck-Roth

Franz Böck-Roth

70 Jahre, Studienberater i.R.

„Für viel aktivierende Bürgerbeteiligung und große öffentliche Transparenz in allen Feldern der künftigen Stadtentwicklungsplanung“

Eine mutige Erprobung unterschiedlicher aktivierender Bürgerbeteiligungsinstrumente und -verfahren, die von professionellen Moderatoren begleitet werden, ist uns besonders wichtig.
Ich möchte mich dafür einsetzen, dass eine große öffentliche Transparenz und ernste Beteiligungsverfahren bei Planungen und Planungsentscheidungen für die städtischen Planer, die Verwaltung sowie dem Gemeinderat selbstverständlich werden. Entscheidungen müssen bürgernah und nachvollziehbar sein. Das Spektrum zur Information des Bürgers muss erweitert und verbessert werden.